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Mein digitaler Fußabdruck und wie ich ihn verkleinern kann!
9/24: Newsletter

E-Mail-Newsletter erleben momentan trotz oder vielleicht auch wegen Social Media Plattformen eine kleine Renaissance, da man als Versender nur hier die volle Kontrolle über den Verteiler, den Versand und alle Daten hat und dies nicht der entsprechenden Plattform überlassen muss.

Es gibt keine Zahlen, wie viele Newsletter in unseren Mailboxen ankommen oder auch in Spam-Filtern hängenbleiben, aber es dürfte im Durchschnitt schon eine deutliche zweistellige Zahl pro Woche sein. Wenn wir alle Benachrichtigungen mitzählen, die wir beispielsweise von LinkedIn und anderen Netzwerken über neue Kommentare und Posts erhalten, dann wird die Zahl sicher dreistellig.

Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass alle versendeten und empfangenen Newsletter und Benachrichtigungen genauso Strom verbrauchen und CO2-Emissionen verursachen, wie der Besuch von Webseiten. Selbst wenn es nur 1 Gramm CO2 pro Mail ist, kommt da einiges zusammen! Der Unterschied ist nur, dass die Aktion hier nicht von uns, sondern vom Absender ausgeht und wir oft vielleicht gerade keine Zeit oder Lust haben, das alles zu lesen. Die Leserate bei Newslettern liegt im Schnitt höchstens bei 20 Prozent, bei uninteressanten auch weit unter 5 Prozent.

Welche Einsparpotentiale gibt es?

Mail-Benachrichtigungen von Sozialen Medien oder anderen Webseiten solltet Ihr abbestellen, wenn Ihr ohnehin regelmäßig dort unterwegs seid. Oft kann man das auch individuell konfigurieren. Ein guter Kompromiss ist eine Mail pro Tag mit allen Updates, wenn das möglich ist.

Es ist aus Umweltsicht keine gute Idee, einzelne Newsletter einfach nur zu löschen oder sie automatisch in den Spamordner zu verschieben, wenn Ihr sie generell nicht lesen wollt. Denn die Datenübertragung findet ja trotzdem jedes Mal statt! Seriöse Newsletter-Versender haben einen „Abbestellen“-Link eingebaut, den man in der Regel am Ende der Mail findet. Obwohl es seit der DSGVO Pflicht ist, fehlt dieser Link manchmal und man muss zu anderen Mitteln greifen. Den Provider, die Versandfirma, den Absender, die Firma oder deren Datenschutzbeauftragten direkt anschreiben und um Löschen bitten, machen wahrscheinlich nur wenige. Aber das ist umweltfreundlicher als das Löschen oder Verschieben in den Spam-Ordner.

Viele Mailanbieter im privaten Bereich bieten eine direkte Meldemöglichkeit für Newsletters als Spam. Das würde ich nur einsetzen, wenn der Newsletter den vorgeschriebenen Abbestellen-Link nicht hat. Denn der Absender erfährt nichts davon. Zum Leidwesen vieler seriöser Versender werden gerade Newsletter oft automatisch in den Spamordner verschoben, weil Mailfilter zu Unrecht anspringen. Daher solltet Ihr da regelmäßig reinschauen, unerwünschtes Abbestellen und Erwünschtes kennzeichnen, damit es zukünftig regulär in Eurer Inbox landet.

Die übertragene Datenmenge kann man oft auch wesentlich verkleinern, wenn man das Laden von Bildern in Mails generell deaktiviert. Viele Mailprogramme machen das sogar standardmäßig. Für bestimmte Absender kann man es individuell wieder aktivieren. Das erfreut zwar nicht unbedingt die Absender, ist aber deutlich umweltfreundlicher. Bei großen Mailverteilern macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob eine einzelne Mail 50 oder 500 Kilobyte groß ist. Das könnt Ihr einfach durchrechnen, wenn Ihr die Auflage kennt und mit der Dateigröße multipliziert. Hier kann man auch durchaus mal ein kritisches Feedback an den Absender schicken, welche CO2-Emissionen er verursacht. Oft fehlt dort das Bewusstsein dafür, denn Datenflatrates machen generell gedankenlos!

Am 10. Dezember geht es weiter mit dem Thema "Online-Accounts".


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