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Mein digitaler Fußabdruck und wie ich ihn verkleinern kann!
18/24: IP-Fernsehen

Wie schaut Ihr Fernsehen? Oder habt Ihr überhaupt noch eins? Die guten alten Zeiten mit Antennenfernsehen, Satellitenschüssel oder Kabelanschluss, wo man zu festen Zeiten Inhalte konsumiert hat, läuft immer mehr ab. Insbesondere bei der jüngeren Generation, die primär streamt und sich Videos anschaut, wann und wo immer sie wollen. Das sieht man schon an den Nutzungsraten der Online-Mediatheken und den vielen Streaming-Anbietern, die wir bereits in einem früheren Beitrag thematisiert haben.

Aktuell forciert die Telekom ihr Angebot für IP-basiertes Fernsehen über den DSL- und Glasfaseranschluss mit immer verlockenderen Angeboten. Ihr braucht dafür dann nur noch einen ausreichend schnellen Internetanschluss zu Hause oder der wird Euch gleich mitverkauft.

Ich habe in einem früheren Beitrag erwähnt, dass jeder Deutsche ungefähr 1 Terabyte Datenvolumen pro Jahr generiert. Diese Daten liefert die Bundesnetzagentur jedes Jahr mit dem Hinweis, das IP-Fernsehen dabei noch nicht mitgerechnet wird. Auf Nachfrage hat man mir den Grund genannt: Die Telekom meldet diese Daten nicht und daher finden sie keinen Eingang in die Statistiken, was natürlich zu einem unvollständigen Bild führt, wenn man bedenkt, wie viel Datenvolumen bei einer Stunde HD-Fernsehen generiert wird; wir reden hier von 1 Gigabyte und mehr je nach Auflösung!

Ich habe daraufhin eine offizielle Presseanfrage an die Telekom gestellt und bekam als Antwort, dass man natürlich selbst die Zahlen kennt, diese aber nicht veröffentlicht. Aber man garantiert, dass das Netz trotzdem stabil läuft. Auf Nachfrage wurden mir die genauen Zahlen nicht genannt. Wahrscheinlich würden sie dem neuen grünen Image der Telekom schaden. Denn mich würde nicht wundern, wenn Sie das oben erwähnte jährliche Datenvolumen von 1 Terabyte massiv erhöhen, wenn nicht sogar verdoppeln. Man müsste das wirklich mal anhand der Kundenzahl und der durchschnittlichen täglichen Nutzung abschätzen. Vielleicht wisst Ihr mehr?

Ich selbst nutze noch eine Satellitenschüssel und kein IP-Fernsehen. Aber ich nutze auch teilweise die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender, was hinsichtlich des übertragenen Datenvolumens und den resultierenden CO2-Emissionen nichts anderes ist. Oft nehme ich mir interessante Sendungen auf und speichere sie auf einer lokalen Festplatte. Das ist auf jeden Fall in Verbindung mit der Satellitenschüssel eine deutlich umweltfreundlichere Alternative.

Ich stelle mir auch vor, dass IP-Fernsehen bei langsamen Internetverbindungen nicht immer besonders viel Spaß macht, insbesondere, wenn andere Nutzer im heimischen Netz gleichzeitig umfangeiche Datenübertragungen durch Video-Streaming und Online-Spiele generieren. Da ist Streit vorprogrammiert. Wie sind Eure Erfahrungen?

Ihr seht, dass es für IP-Fernsehen wenig Alternativen gibt. Vielleicht solltet Ihr bei einer Neuanschaffung zur Energieeffizienzklasse B greifen (der A+++-Wahnsinn wurde ja zum Glück kürzlich abgeschafft). Denn für Fernseher gibt es diese Klassifizierungen bereits im Gegensatz zu Laptops, Tablets und Smartphones. Eine Satellitenschüssel darf nicht jeder aufhängen und Kabelfernsehen ist nicht überall verfügbar und vielleicht bald ein Auslaufmodell. Digitales Antennenfernsehen der neueren Generation (DVB-T2 HD) hat den Nachteil, dass Ihr damit weniger Sender empfangen könnt. Dann hilft nur noch Abstinenz oder interessante Serien und Filme mit mehreren Personen anzuschauen, um Euren digitalen Fußabdruck zu verkleinern.

Am 19. Dezember geht es weiter mit dem Thema "Regionale Angebote".


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