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Mein digitaler Fußabdruck und wie ich ihn verkleinern kann!
11/24: Video-Streaming

Der Aufstieg von Youtube, Netflix, Amazon Prime, Disney+, Facebook Live und zahlreichen weitere Plattformen hat zu einem enormen Anstieg des globalen Datenverkehrs gesorgt. Heute geht man davon aus, dass 60 bis 80 Prozent des gesamten Internet-Traffics durch Video-Streaming entstehen. Durch 5G Handys und unbegrenzte Mobil-Flatrates werden die daraus resultierenden CO2-Emissionen weiter stark steigen, da diese Art der Datenübertragung die energetisch ungünstigste ist Insgesamt entfallen heute schon ungefähr 80 Prozent des Stromverbrauchs des Internet alleine auf das Video-Streaming.

Was können wir zur Reduzierung der Emissionen tun?

Ein großer Hebel ist die Videoqualität. Wer bei Netflix Ultra-HD einstellt, der generiert 7 Gigabyte Datentransfer pro Stunde, bei hoher Qualität sind es noch 3 Gigabyte, bei mittlerer Qualität nur noch 700 Megabyte und damit 90 Prozent weniger. Das Ökoinstitut hat diese und weitere Daten erhoben, die Euch hoffentlich für dieses große Problem sensibilisieren! Bei Youtube und Amazon Video sind die Einsparungen zwar nicht so extrem, aber da jeder von uns so viele Videos konsumiert, sind insgesamt erhebliche Einsparungen möglich. Hier solltet Ihr einen sinnvollen Kompromiss in Abhängigkeit vom Anzeigegerät suchen und nicht automatisch immer die bestmögliche Qualität einstellen.

Gut ist natürlich auch, wenn eure favorisierte Videoplattform mit Ökostrom betrieben wird, so wie es beispielsweise bei Netflix und bei Youtube als Teil der Google-Welt der Fall ist. Ihr könnt das übrigens relativ zuverlässig über die Webseite der Green Web Foundation für alle Seiten testen, die Ihr öfter nutzt und so vielleicht auch nachhaltigere Alternativen finden. Denn ob eine Webseite in einem grünen Rechenzentrum liegt, könnt Ihr nicht sehen, da es dafür noch keine Kennzeichnungspflicht gibt, die ich uneingeschränkt begrüßen würde. Immerhin machen es einige Seiten freiwillig, so wie auch wir bei Analytik NEWS.

Klassisches Fernsehen über den neuen Standard DVB-T2, Satellit oder Kabel kann natürlich auch eine Option sein, weil die entstehenden CO2-Emissionen hier deutlich geringer sind, als beim Streamen. Live schauen oder auf Festplatte bzw. Videorekorder aufnehmen verursacht ebenfalls deutlich weniger Datentransfer, als das Streamen aus den Mediatheken der Fernsehsender. Oder wie wäre es, wenn Ihr Eure Lieblingsserien zusammen mit Gleichgesinnten anschaut, anstatt alleine. Beiträge/Videos, die Ihr öfter anschaut, solltet Ihr lokal speichern, als jedes Mal neu zu streamen? Und schaut bitte keine Videos über LTE-Verbindungen, sondern nur im Festnetz, da Ihr damit die CO2-Emissionen um bis zu 85 Prozent reduzieren könnt.

An Agenturen, die Webseiten erstellen, möchte ich abschließend auch noch einen Appell richten: Bitte erstellt keine Seiten mit Videos, die automatisch loslaufen, sondern lasst den Besuchern die Wahl, ob sie das wirklich wollen. Und optimiert Videos für minimalen Datentransfer. Die Natur dankt es Euch!

Am 12. Dezember geht es weiter mit dem Thema "Hardware".


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